-
Rund um Haus Ripshorst
Unmittelbar an der Neuen Mitte Oberhausen mit dem bekannten Einkaufszentrum CentO, dem Sea Life Center und dem Großen Gasometer Oberhausen beginnt in östlicher Richtung eine wohltuende grüne Lunge und bildet einen starken Kontrast zur überbauten ehemaligen Gutehoffnungshütte. Rings um das Haus Ripshorst lassen sich spannende landschaftsökologische Themen erleben und besichtigen – vom Gehölzgarten mit reichbehängten Obstbäumen im Herbst über ein Spaziergang am Kanalufer oder auf dem ökologisch interessanten Brachgelände der Zeche Vondern bis hin zu einer zum Park umgestalteten ehemaligen Kläranlage mit begehbarem Faulturm reicht das Spektrum. Kunstobjekte wie der Zauberlehrling, spezielle Brückenkonstruktionen oder Skulpturen lockern das Landschaftsbild auf. In der folgenden Abbildung sind die wichtigen Landschaftselemente und Bauwerke rings…
-
Emscherweg Teil 4 (Oberhausen-Voerde), Kleine Emscher und Wolfsbahntrasse
Auf etwa 100 Kilometern Länge verläuft der Emscherweg von der Quelle bis zur Mündung der Emscher. Er macht dabei den Wandel von einer offenen Abwasser-Kloake zum lebendigen Fluss erlebbar und verbindet durch den Emscherkunstweg dabei geschickt Natur und Landschaft mit spannenden Kunstwerken am Wegesrand. Die vierte und letzte Etappe führt nun von Oberhausen bis zur Mündung der Emscher in den Rhein sowie entlang der Kleinen Emscher und auf dem Bahntrassenradweg auf der Wolfsbahn in Marxloh. In der folgenden Karte ist der Wegeverlauf des Emscherweges (Teil 4) mit einem pinkfarbenen Band und mit Kilometrierung eingezeichnet. Ebenfalls eingetragen ist der Radweg Kleine Emscher und der auf der alten Wolfbahntrasse in Marxloh. Die…
-
Die Wassertürme am Hellweg
Die zwei Wassertürme am Hellweg im Süden von Hamm sind schon aus der Entfernung gut sichtbar und durch ihr einmaliges Ensemble zu einem Wahrzeichen geworden. Sie dienen der Speicherung des Trinkwassers für die Stadt Hamm und dem Druckausgleich. Das Wasser wird bei Fröndenberg aus der Ruhr gewonnen, zunächst in einen Hochbehälter auf dem zwischen Fröndenberg und Hamm liegenden Höhenzug Haarstrang gepumpt und von dort über natürliches Gefälle den Wassertürmen zugeführt. Der östliche (im Foto rechte) Turm von 1907 hat ein Volumen von 2000 m³ und wird auch als WT2000 bezeichnet. Sein westlicher Bruder wurde 1952 als Ersatz für einen im zweiten Weltkrieg beschädigten Bau von 1915 eingeweiht und fasst 3000…
-
Der Prosperpark in Bottrop
Nordöstlich der Innenstadt von Bottrop mit dem Pferdemarkt und dem Omnibusbahnhof befand sich nahe der Grenze zum Warmen Eigen bis in die Achtzigerjahre eine von vier Schachtanlagen der Zeche Prosper. Sie entstand 1906 und beinhaltete neben einer Doppelschachtanlage u.a. auch eine Kokerei, Benzolfabrik und Leichtölgewinnungsanlage. Nach der Schließung der Schachtanlage III im Jahre 1986 wurde diese nahezu komplett abgerissen. Im Sommer 1990 fand zwecks Überplanung und Neugestaltung der neuen Brachfläche ein Städtebauwettbewerb statt. Der kontaminierte Boden unter der ehemaligen Industrieanlage wurde saniert und schließlich auf dem ehemaligen Zechengelände das neue Prosper-Viertel sowie der Prosperpark errichtet. Prosper-Viertel und Parkanlage Das neue Quartier zwischen der Rheinstahlstraße, Gladbecker Straße, Scharnhölzstraße und der Beckheide…
-
Zeche Minister Achenbach und das Colani-Ei
Es ist ein ganz besonderes Bauwerk, das am Rande von Brambauer steht. Das sogenannte „Colani-Ufo“ oder etwas abfällig „Colani-Ei“, nach dem berühmten Künstler bezeichnet, ist Teil des Technologiezentrums Lüntec auf dem Gelände einer etwas abseits gelegenen Schachtanlage der Zeche Minister Achenbach. Es ist nicht das einzige Denkmal, was an die Zeche erinnert, die einst Brambauer zu einem Bergarbeiter-Stadtteil gemacht hat. Zwei Halden formen die Landschaft rings um den Ort und die Trasse einer alten Seilbahn ist noch heute anhand des schnurgerade verlaufenden Radweges gut zu erkennen. Die großen und einige kleine Relikte des Bergwerks werden in diesem Beitrag vorgestellt. Er umfasst die Schachtanlage mit dem Colani-Ufo, die Halden Minister Achenbach…
-
Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Die Henrichshütte ist ein ehemaliges Hüttenwerk in Hattingen und benannt nach Graf Henrich zu Stolberg-Wernigerode, der bereits 1854 das Werk zur Produktion von Eisen und Stahl aus dem Rohmaterial Eisenerz gründete. Zuletzt gehörte es zum Thyssen-Konzern. Ab 1987 begann die Stilllegung. Letzte Anlagen wie das Stahlwerk und die Schmiede schlossen bis 2004, also 150 Jahre nach Gründung der Hütte. Der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) hat das Gelände des alten Hüttenwerkes 1989 übernommen. Es ist heute ein beliebtes Museum. Der Hochofen 3 ist der älteste noch erhaltene Hochofen im ganzen Ruhrrevier. Man kann ihn besteigen bzw. sogar mit einem Aufzug hinauffahren. Hauptsächlich handelt es sich dabei um das Freigelände der ehemaligen…
-
Die Zeche Zollern in Dortmund
Was heute als eines der schönsten und beeindruckendsten Industriemuseen im Ruhrgebiet zu besuchen ist, begann seine Geschichte gegen Mitte des 19. Jahrhunderts im äußersten Nordwesten von Dortmund. Um 1900 wurde etwa zeitgleich die Förderung auf zwei Schachtanlagen in den Stadtteilen Kirchlinde und Bövinghausen aufgenommen. Im Jahre 1955 wurde die Zeche stillgelegt. Aus der Schachtanlage I / III und der angrenzenden Halde wurde eine öffentliche Grünanlage, die etwa 2,5 Kilometer westlich gelegene Schachtanlage II / IV zum Industriemuseum des Landschaftsverbands Westfalen Lippe (LWL). Die charakteristischen Gebäude blieben dabei erhalten und können heute besichtigt werden. In dieser Dokumentation werden die beiden Schachtanlagen, das LWL Industriemuseum Zeche Zollern II / IV und die…
-
Der Mühlenhof in Breckerfeld
Am südlichsten Punkt des Ruhrgebiets liegt Breckerfeld an der Schwelle zum Sauerland. Tatsächlich ist die Landschaft recht bergig und ländlich geprägt mit Wäldern, Feldern und Weiden. Es gibt einen kleinen, historischen Ortskern und die nahegelegenen Stauseen, die Ennepe- und die Glörtalsperre, laden zu Aktivitäten am Wasser ein. Eine besondere Sehenswürdigkeit des Ortes ist der Mühlenhof Breckerfeld. Am nördlichen Ortsausgang steht eine Bockwindmühle direkt an der von Norden kommenden Landstraße. Diese Bauart ist besonders typisch für Gegenden in Brandenburg, beispielsweise dem Fläming, einem kleinen Gebirgszug an der Elbe. Diese Mühle wurde tatsächlich 1846 in Beeskow an der Spree im östlichen Brandenburg errichtet. Im Jahre 1996 erfolgten der Abbau, der Transport und…
-
Der Niederfeldsee in Essen
eben braucht das Wasser, der Mensch wird von ihm geradezu angezogen und fühlt sich in seiner Nähe wohl. Der Phoenixsee in Dortmund ist das wohl bekannteste Beispiel im Ruhrgebiet, in der Stadt ein künstliches Gewässer zu schaffen. Dort bestand ein großes Stahlwerk, das nach Jahren Bauzeit im See unterging und zu einem beliebten Ausflugsziel und Mittelpunkt eines neuen Wohnquartiers wurde. Die Menschenmassen an guten Tagen auf den Rad- und Wanderwegen und der Hafenpromenade sprechen für die magische Anziehungskraft. Einige Nummern kleiner, weniger spektakulär, aber durchaus vergleichbar ist der erst im Jahr 2014 eröffnete Niederfeldsee in Essen-Altendorf. Hier gab es allerdings kein Stahlwerk, dessen Gelände geflutet wurde. Hier verlief die Trasse…
-
Grüner Pfad und HOAG-Trasse
Es war der letzte Abschnitt der Emschertalbahn, der 1875 zwischen Sterkrade und Ruhrort eröffnet wurde. Dieser bildet zugleich das westliche Ende einer Strecke, die durch das nördliche Ruhrgebiet bis Dortmund führt. Nur ein kleiner Teil wird heute noch für Personen- und Güterverkehr genutzt. Zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen-Sterkrade ist die Strecke stillgelegt. Der Radweg „Grüner Pfad“ verläuft heute als Bahntrassenradweg von Ruhrort bis Sterkrade größtenteils auf diesem Streckenabschnitt. Weil in der Vergangenheit viele Zechen in kürzester Zeit stillegelegt wurden, waren auch die vielen Güterbahnen im Ruhrgebiet nicht mehr weiter benötigt. Es sind heute zahlreiche Radwege, die flach ohne große Steigungen und häufig kreuzungsfrei auf alten Schienenwegen verlaufen. In der Übersicht über…
-
Der Landschaftspark Duisburg-Nord
Ein Paradies für Freunde komplexer Industriebauten, Spaziergänger und Hobbyfotografen – der Landschaftspark Duisburg-Nord ist eine Sehenswürdigkeit, die auf der Liste von Touristen und Einheimischen auf keinen Fall fehlen darf. Abhängig von der Quelle wird der Park mal zur „am zweitmeist besuchten Attraktion in Nordrhein-Westfalen hinter dem Kölner Dom“ oder zur „meistbesuchten Kulturlandschaft NRWs“ bezeichnet. Dabei handelt sich hier um das ehemalige Hüttenwerk von Thyssen, das im Jahre 1985 geschlossen wurde. Hier wurde aus Eisenerz Stahl gewonnen. Die zur Hütte gehörenden Anlagen und Bauwerke u.a. mit den drei noch vorhandenen Hochofen, dem Gasometer, Kläranlagen, Erz- und Koksbunker wurden aber nach Schließung der Hütte nicht abgerissen und wie beispielsweise im benachbarten Oberhausen…
-
Die Halde Haniel
Genau auf der Stadtgrenze zwischen Bottrop und Oberhausen steht am Rande des Köllnischen Waldes mit 184,7 Metern über dem Meeresspiegel und etwa 118 Metern Höhe über der Umgebung die zweithöchste Bergehalde des Ruhrgebiets hinter der Halde Oberscholven. Dabei ist die Halde Haniel, vereinzelt auch unter den Namen Halde Prosper-Haniel oder Halde Franz Haniel bekannt, die höchste, die ständig zugänglich ist. Mit ihrer Höhe erreicht sie etwa ein Drittel des Pariser Eiffelturms. Von der Fläche her belegt sie mit 110 ha hinter der Halde Hoheward und der Halde Großes Holz den dritten Rang. Zusammen mit der benachbarten Halde Schöttelheide, auch Halde Haniel-Nord genannt, bildet sie einen künstlichen Höhenzug von über drei…
-
Halde Rheinelbe, Skulpturenpark und Wissenschaftspark in Gelsenkirchen
Als steinerne Landmarke ragt die Himmelstreppe auf der Halde Rheinelbe in den Himmel. Die markante Skulptur aus Betonquadern ist schon von weitem zu erkennen – ob aus dem Auto auf der A40 oder aus der Bahn zwischen Essen und Bochum. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einem beeindruckenden Panorama über das Ruhrgebiet belohnt: Fördergerüste, Halden, Industrieanlagen und moderne Stadtlandschaften erstrecken sich bis zum Horizont. Doch die Halde Rheinelbe hat mehr zu bieten als nur ihre ikonische Himmelstreppe. Sie ist ein Ort des Wandels – von der einstigen Bergbaufläche zum Industriewald, von der kargen Schutthalde zur grünen Oase mit Kunstwerken aus vergangenen Zeiten. Radwege auf ehemaligen Bahntrassen führen direkt hierher, und…
-
Die Halde Lothringen I / II
Im nördlichen Bochum erhebt sich mit der Halde Lothringen ein Überbleibsel des Bergbaus. Diese Halde hat als nahezu rechtwinkliges Dreieck schon eine recht ungewöhnliche Form und einen langgestreckten Gipfelgrat. Die steile Gerther Südwand, geprägt von harschen Wachstumsbedingungen, erzählt von der kraftvollen Dynamik zwischen Mensch, Natur und Zeit. Als markanter Punkt in der Landschaft bietet die Halde Lothringen nicht nur weite Ausblicke, sondern auch Raum für kreative Inszenierungen wie die Kunstinstallation „Über(n)Ort“, die mit ihren leuchtend gelben Rohren das Gelände und die Haldenlandschaft im Ruhrgebiet um eine Landmarke bereichert und gleichzeitig für interessante optische Illusionen sorgt. Zeche Lothringen Ganz im Norden der Stadt Bochum, unweit des Dreiecks zu den Nachbarstädten Herne…
-
Der Tetraeder Bottrop auf der Halde Beckstraße und Alpincenter auf der Halde Prosperstraße
Gleich zwei große Bergehalden liegen Seite an Seite im Bottroper Stadtteil Batenbrock. Die Halden sind bekannt für besondere Bauwerke, die auf ihnen errichtet sind und weit über das Ruhrgebiet hinaus bekannt sind. Dass es sich unter diesen um Bergehalden handelt, ist vielen Besuchern jedoch nicht bekannt. Auf der einen steht ein Wahrzeichen von Bottrop, der stählerne Tetraeder, perfekter Aussichtsturm und weithin sichtbare Landmarke zugleich. Auf der anderen Halde befindet sich das Alpincenter Bottrop, eine Indoor-Skihalle, in der ganzjährig Ski und Snowboard gefahren werden und andere Angebote wie eine Sommerrodelbahn oder eine Paintball-Anlage genutzt werden können. Sie sind Bergehalden des Steinkohlebergbaus. Gleich nebenan befindet sich die Zeche Prosper-Haniel II, wo noch…
-
Halde Pattberg in Moers (Pattberghalde)
Sie ist eine von drei großen im Nordwesten der Stadt Moers liegenden Bergehalden. Die Halde Pattberg liegt im Vorort Repelen an der Stadtgrenze und dem Autobahnkreuz von Kamp-Lintfort an der A57 und A42. Sie ist im Vergleich zu den anderen auf diesen Seiten betrachteten Halden recht jung. Die Aufschüttung durch den zur Zeche Rheinpreußen gehörenden Schacht Pattberg I / II begann erst Anfang der 1960er Jahre und dauerte etwa 20 Jahre lang. Die Schachtanlage Pattberg der Zeche Rheinpreußen wurde nach dem linksrheinischen Bergbaupionier Heinrich Pattberg benannt. 1993 schlossen ihre Tore. Von ihr sind heute neben kleineren Betriebsgebäuden nur noch die große Rohkohlenmischhalle und der unmittelbar daneben stehende Wasserturm in Kugelform…
-
Der Tippelsberg in Bochum
Im Norden von Bochum sticht zwischen den Bochumer Vororten Grumme und Riemke ein Berg aus der Landschaft hervor, der sich als idealer Aussichtpunkt herausstellt, ein kleines Naherholungsgebiet zum Spazierengehen ist und gleichzeitig Lehrreiches über unsere Natur bietet. Die Rede ist vom Tippelsberg, der in seiner heutigen Form noch sehr jung und erst seit wenigen Jahren zugänglich ist. Doch der Tippelsberg, wie wir ihn hier heute besteigen können, hatte bis in die 1980er Jahre ein ganz anderes Erscheinungsbild. Größere Ackerflächen befanden sich noch vor wenigen Jahrzehnten an dieser Stelle und erstreckten sich südlich der heutigen Autobahn A43 über das hügelige Gelände. Die Hiltroper Straße überquerte damals den Berg, den manche Quellen…
-
Die Zeche Mont-Cenis in Herne
Die Zeche Mont-Cenis im heutigen Herner Stadtteil und der damals eigenständigen Gemeinde Sodingen war eine der kleineren Kohle-Förderstätten im Ruhr-Revier, dennoch findet man sie mittlerweile in vielen Reiseführern zur Region erwähnt oder bebildert. Eine Zeche wird man hier allerdings kaum noch finden. Einige Skulpturen oder Loren, wie rechts abgebildet, sind über den Ortsteil verstreut. Etwas versteckt steht in zweiter Reihe aber ein außergewöhnlicher, riesiger Glaspalast, der zwischen den Häusern des Ortes wie ein Ufo wirkt und ganz und gar nicht in das Ortsbild passt. Doch ganz von vorne. 1875 begann die Förderung in einer neuen Zeche, die nach einem zur Gründungszeit als technisches Meisterwerk betrachteten Alpentunnel im Gebirgsmassiv Mont Cenis,…
-
Emscherweg Teil 2 – Dortmund-Recklinghausen
Von der Kloake zum lebendigen Gewässer: Der Emscherweg macht den Wandel eines der zentralen Gewässer im Ruhrgebiet deutlich. Über etwas mehr als 80 Kilometer fließt die Emscher quer durch das Ruhrgebiet. Sie entspringt bei Holzwickede. Dann verläuft sie in westlicher Richtung durch Dortmund und einige weitere Großstädte bis zur Mündung in den Rhein bei Dinslaken. Ein etwa 100 Kilometer langer Radweg führt von der Quelle bis zur Mündung der Emscher. Die hier beschriebene 2. Etappe führt von Dortmund bis Recklinghausen und Herne. Wir verfolgen das immer breiter werdende Flüsschen, passieren idyllische neue Auenlandschaften und beenden die Tour schließlich am Stadthafen Recklinghausen. Die folgende Karte zeigt zunächst den Verlauf vom Emscherweg…
-
Das Westfalenstadion und Borusseum in Dortmund
Weithin sichtbar ist das große Dortmunder Fußballstadion, das Westfalenstadion mit seinen acht großen gelben Pylonen an den Ecken, das eine Landmarke in der Landschaft, ein Wahrzeichen für die Stadt und auch wichtiger Anker im Leben vieler Fans des Fußballbundesligisten Borussia Dortmund ist. Über 80.000 Menschen besuchen in Heimspielen regelmäßig den „Tempel“, viele davon auf der weltbekannten Südtribüne, die dann in ein schwarz-gelbes Farbenmeer getaucht wird. Das Stadion befindet sich nahe der Bundesstraße 1 im Süden der Innenstadt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Messezentrum Westfalenhallen Dortmund. Man sieht es schon aus der Ferne, wenn man von Westen kommend Dortmund über die Schnettkerbrücke anfährt. Außerhalb der Veranstaltungen oder Fußballspiele lässt sich das Stadion…
-
Die Zeche Westhausen I / III
Die Überreste der Zeche Westhausen erzählen von einer langen Bergbaugeschichte, die das Ruhrgebiet prägte. Heute sind noch einige markante Bauwerke erhalten, darunter die beeindruckende Lohnhalle im Jugendstil und der massive Malakowturm. Wer sich auf das Gelände begibt, kann einen Blick auf die Vergangenheit werfen – zwischen alten Industriegebäuden, die dem Zahn der Zeit trotzen, und modernen Nutzungen, die sich auf dem ehemaligen Zechengelände angesiedelt haben. Doch nicht nur die Architektur ist bemerkenswert: In der Maschinenhalle gewährt ein kleines Museum spannende Einblicke in die Welt des Bergbaus. Benannt nach dem nahegelegenen Schloss Westhusen (ohne a) lässt sich heute der über der Erde erhaltene Rest der Zeche Westhausen (mit a) anschauen. Das…
-
UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen
Die 1847 gegründete und 1986 stillgelegte Zeche im Norden der Stadt Essen mit Schachtanlagen in den Stadtteilen Stoppenberg, Katernberg und Schonnebeck sowie an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Fotomotive im Ruhrgebiet. Das Gelände um den Schacht XII, die Schächte I / II / VIII und die benachbarte Kokerei, die von 1957 bis 1993 arbeitete, wurde als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft. Neben dem Kölner und Aachener Dom gehören in Nordrhein-Westfalen sonst nur die Schlösser in Brühl und Kloster Corvey in Höxter dazu. Zeche und Kokerei Zollverein, Phänomania und Halden In dieser Dokumentation werden das Gelände des UNESCO-Weltkulturerbes um die Hauptschachtanlage I / II / VIII und XII in…
-
Der Seseke-Weg – Über Wasser Gehen
Das gewaltige Umbauprojekt der Emscher vom Abwasserkanal zurück zum natürlichen Fluss ist inzwischen über die Grenzen des Ruhrgebietes bekannt. Im östlichen Ruhrgebiet existiert mit der Seseke jedoch noch ein zweites, recht großes Gewässersystem, das ebenfalls als „Köttelbecke“ diente und kanalisiert war. Jahrzehnte später wurde das Sesekeprogramm entwickelt, das die naturnahe Rückgestaltung des Laufs vorsah. Auf dem Seseke-Weg kann man den Wandel mit dem Fahrrad erfahren und den Fluss (fast) von der Quelle bis zur Mündung in die Lippe begleiten. In der folgenden Karte ist der Verlauf vom Seseke-Weg als pinkfarbenes Band eingezeichnet und mit Kilometermarken versehen. Die mit Nummernpunkten gekennzeichneten Orte und Wegpunkte werden im Text besonders beschrieben. Mit blauen…
-
Archäologischer Park Xanten & RömerMuseum
Amphitheater, Insula, Tempel, Thermen und Gemeinschaftstoiletten: Für die Besichtigung einer römischen Siedlung braucht man nicht in die teure italienische Hauptstadt nach Rom zu fahren. Dass sich die Römer in Germanien auch zwischen Rhein und Ruhr angesiedelt haben, zeigen schon einige archäologisch wichtige Stätten in Bergkamen, Herne und Haltern am See. Archäologie bezeichnet die Lehre über das Vergangene und alte. Eine besondere römische Stadt ist die ehemalige Colonia Ulpia Traiana, die sich bei Xanten direkt am Rhein befand und heute auf dem Gelände des bekannten Archäologischen Parks liegt. Das größte archäologische Freilichtmuseum Deutschlands erstreckt sich über die antike Stadt, die etwa um 100 n. Chr. mit dem Status einer Colonia ausgestattet…
-
Die Ruine der Burg Altendorf in Essen
Es ist immer wieder schön, wenn man neue, unbekannte Orte entdeckt, die man im Ruhrgebiet in dieser Form nicht erwartet oder die eine Besonderheit aufweisen. All diese Punkte erfüllt die Burg Altendorf im Süden von Essen – und manchmal spielt auch der Zufall ein wenig mit, wenn man unwissend genau zur seltenen Öffnungszeit den Ort besucht. So wie ich. Dort, wo die Ruhr einen großen Bogen zwischen Hattingen und Essen beschreibt, liegt der östlichste Ortsteil Burgaltendorf. Benannt ist dieser nach der historischen Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert, die zugleich seine größte Sehenswürdigkeit darstellt. Einmalig ist der zentrale Wohnturm in der eigentlichen Hauptburg – ein fast quadratischer Turm im Baustil der…