Die DASA Arbeitswelt Ausstellung und Regenbogenbrücke in Dortmund

Die DASA in Dortmund ist eine interaktive Erlebniswelt, die Besuchende auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Arbeit führt – von der industriellen Revolution bis zu den Herausforderungen und Technologien der Zukunft. Auf einer Fläche von 13.000 m² werden Arbeitswelten lebendig und greifbar gemacht. Die DASA – Arbeitswelt Ausstellung zeigt nicht nur historische Maschinen und Arbeitsmittel, sondern lässt die Menschen auch selbst aktiv werden. Hier kann man im Lkw-Simulator fahren, einen alten Straßenbahnführerstand erkunden, das Innere eines Rettungswagens untersuchen oder in einem Chemielabor experimentieren.

Ebenfalls vorgestellt wird die direkt neben dem DASA-Gebäude befindliche Regenbogenbrücke über die A40.

Die Ausstellung wurde in den 1990er Jahren als Deutsche Arbeitsschutzausstellung (DASA) gegründet und später umbenannt. Die Arbeitswelt wird dabei nicht nur als eine Sammlung von Berufen und Maschinen präsentiert, sondern als ein dynamisches Zusammenspiel von Mensch, Technik und Gesellschaft.

Besondere Schwerpunkte sind die Veränderungen in der Industrie, im Gesundheitswesen, im Baugewerbe und in der Medienwelt. Es geht dabei immer wieder um die Frage, wie sich Arbeit im Laufe der Zeit verändert hat und was dies für uns als Gesellschaft bedeutet.

Eingangsbereich eines Museums mit roten Gebäudeteilen und einer gläsernen Rotunde. Davor gepflasterte Wege und eine kleine Parklandschaft.
Eingangsbereich der DASA

Am Bildschirm, im Takt der Maschine und im Wettlauf der Nachrichten

Der Gang durch die Ausstellung beginnt hinter der großen Rotunde, dem runden Gebäude mit Treppenhaus am Eingang. Hier befinden sich auch Garderobe, Toiletten und Schließfächer für Taschen, die nämlich nicht mit in die Ausstellung hineingenommen werden dürfen. Über die Rotunde ist die Halle mit Wechselausstellungen zugänglich.

Im ersten Teil im Erdgeschoss, dem Bereich „Medien und Bildschirm“, erfährt man zunächst vieles über Grundbegriffe des Arbeitens in Deutschland und in der Welt.

Flughafen-Simulator mit Besuchern vor einer großformatigen Projektionswand
Tower-Arbeitsplatz am Flughafen Dortmund

Danach geht es in die Welt der Medien – vom Redakteur-Arbeitsplatz über den Zeitungsdruck zu modernen Medien. Es geht hier vor allem um die so weit verbreiteten Display- oder Computer-Arbeitsplätze in Büros und Verwaltungen sowie die meist nicht besonders gesunde Sitzhaltung am Schreibtisch. In einer Ecke steht einer der größten bedienbaren Laptops der Welt.

Großer industrieller Drucker mit Papierrollen in einem Ausstellungsraum

Besonders interessant sind die Bedienpulte und Steuerungsanlagen eines Towers am Dortmunder Flughafen mit Radar und Einstellung der Vorfeldbeleuchtung. Per Fingertipp lässt sich das Wetter im Handumdrehen einstellen –  vom dichten Nebel bis zum strahlenden Sonnenschein. Ein Flugsimulator eines Airbus A320 lädt zum virtuellen Fliegen ein.

Die Stahlhalle – Ein Blick in die industrielle Vergangenheit

Die Stahlhalle der DASA ist ein echtes Highlight. In ihr finden sich nicht nur gigantische Maschinen aus der Schwerindustrie, sondern auch historische Objekte wie eine alte Dortmunder Straßenbahn, die man besichtigen kann.

Besonders interessant für Technikinteressierte sind die Simulatoren, mit denen man das Gefühl des Lkw- oder Gabelstaplerfahrens hautnah erleben kann.

Direkt neben einem Feuerwehrfahrzeug lassen sich die rostigen Überreste eines LKW-Unfalls in der hessischen Stadt Herborn 1987 anschauen und sind ein trauriges Denkmal dafür, dass Menschen wegen fehlender Wartung und Reparatur der Bremsen an diesem Fahrzeug getötet wurden.

Auch der Bereich „Industrie und Produktion“ lässt die Besucher in die Arbeitswelten der Vergangenheit eintauchen und vermittelt zugleich einen Ausblick auf die Zukunft der Fertigung. Begrüßt wird man von einer Bismarck-Büste. Der preußische Reichskanzler hat Ende des 19. Jahrhunderts die Sozialversicherungssysteme eingeführt. Es geht vorbei an verschiedenen Uhren für die Zeiterfassung bis zu Maschinen aus dem Bereich der Stoff-Verarbeitung.

Energie und Bauhandwerk

In der „Energiehalle“, gleich neben der Stahlhalle, kann man sich mit den Themen Energiegewinnung und -verteilung auseinandersetzen. An einem großen Leitstand wird das Steuern eines Kraftwerks zur interaktiven Erfahrung. Das Experimentierfeld Elektrizität lädt dazu ein, die Prinzipien der Stromerzeugung spielerisch zu entdecken. Außerdem kann man in einem kleinen Helikopter Platz nehmen.

Große Industriesteuerungshalle mit Kontrollpult und technischen Installationen
Großes, halbkreisförmiges Kontrollpult in einem technischen Raum

Im Außenbereich der DASA in zwei Innenhöfen, die von den Gebäuden der DASA eingefasst sind, wird das Thema Bauhandwerk lebendig. Hier können Besuchende selbst Hand anlegen und auf der Kinderbaustelle mit echten Bauteilen ein Gebäude errichten und wieder abbauen. Im Tiefbau-Bereich können Werkzeuge und Maschinen angeschaut werden. Schon von weitem ist der große, gelbe Kran zu sehen, der aus dem nördlichen Hof herausragt.

Gesundheitswesen und Dienstleistung – Einblicke in wichtige Berufsfelder

Ein weiteres spannendes Kapitel befasst sich mit dem vieldiskutierten Gesundheitswesen und der Dienstleistungsbranche. Hier können Besuchende sowohl historische als auch moderne medizinische Hilfsmittel sehen und erfahren, wie sich die Arbeitsbedingungen in der Pflege und im Rettungsdienst verändert haben. Besonders beeindruckend ist die Möglichkeit, die Innenausstattung eines Rettungswagens zu besichtigen und einen tieferen Einblick in den Arbeitsalltag der Rettungskräfte zu gewinnen.

Fazit – Ein Erlebnis für die ganze Familie

Die DASA – Arbeitswelt Ausstellung ist nicht nur ein Museum, sondern ein Erlebnis, das Wissen spielerisch vermittelt und die Entwicklung der Arbeitswelt in all ihren Facetten zeigt. Hier wird Arbeit begreifbar – nicht nur in ihrer historischen Form, sondern auch als Blick auf die Zukunft. Wer sich für die Veränderungen der Arbeitswelt interessiert oder einfach etwas Neues entdecken möchte, wird hier auf jeden Fall fündig. Ein Ausflug, der sowohl lehrreich als auch unterhaltsam ist, und bei dem man so schnell nicht alles entdecken kann – es lohnt sich, immer wieder vorbeizukommen.

Für einige der Simulatoren und interaktiven Spiele sind Mindestbeschränkungen des Alters (bis auf den Flugsimulator meist ab 10 Jahren) sowie der Körpergröße (meist ab 1,40 m) einzuhalten. Für den Space Curl gelten außerdem Begrenzungen in der Körpergröße bis 1,90 und bis 120 kg.

Informationen zum Besuch:

Die Arbeitswelt-Ausstellung ist generell ganzjährig Mo-Fr von 9.00-17.00 Uhr, Sa u. So von 10.00-18.00 Uhr geöffnet. Für die Öffnung an Feiertagen ist eine Tabelle auf der Internetseite der Ausstellung einzusehen. Über das Jahr verteilt existieren einzelne Schließtage.

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für dieses Museum entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. Anerkannt werden die RuhrTopCard sowie zum Rabatt die ADAC-Clubkarte. Sonderausstellungen kosten gewöhnlich einen Aufpreis.

In der Ausstellung befindet sich im Eingangsbereich ein Bistro. Toiletten sind im Gebäude verteilt und teilweise auch behindertengerecht. Das Museum an sich ist dank Aufzügen und breiten Gängen barrierearm.

Kombiniert werden kann der Besuch mit dem nahegelegenen Revierpark Wischlingen und der Hallerey, dem Westfalenpark jenseits des Stadions und dem anschließenden Rombergpark, dem Dortmunder Zoo oder auch Phoenix-West.

Anreise mit dem Auto:

Auf der A40 bis zur Ausfahrt 44 Dortmund-Barop. Im Kreisverkehr rechts Richtung Universität auf die Emil-Figge-Straße. An der Kreuzung unter der Hängebahn rechts in den Vogelpothsweg. Die Autobahn unterqueren. An der ersten Kreuzung rechts in den Friedrich-Henkel-Weg. Nach 250 Metern liegt der Eingang zur DASA auf der rechten Seite. Entweder hier einen Parkplatz am Rand suchen oder großen Parkplatz vor der DASA rechts nutzen. Trotzdem generell kostenlose Parkmöglichkeiten im Umfeld existieren, wird durch die sehr gute Anbindung und Erreichbarkeit die Anfahrt mit Bus und Bahn empfohlen.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Friedrich-Henkel-Weg 1-25 in Dortmund

Anreise mit Bus und Bahn:

Von Dortmund Hbf. mit der S1 Richtung Solingen / Düsseldorf, von Bochum Hbf. Richtung Dortmund im 20-Minuten-Takt (am Wochenende im Halbstundentakt) bis Dortmund-Dorstfeld-Süd / DASA. Gemäß der Beschilderung auf den Bahnsteigen den südlichen Ausgang (gegenüber Tunnelportal!) wählen. Von hier aus geradeaus bis zur Straße und dann direkt links zum Eingang der Ausstellung – insgesamt sind ca. 150 Meter Fußweg zu bewältigen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike:

Der Emscher-Weg führt direkt an der DASA vorbei.

Kartenmaterial / Literatur:

In den folgenden gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die DASA bzw. die Region abgebildet: ADFC Regionalkarte radrevier.ruhr Ost* (1:50.000), Kompass Fahrradkarte Ruhrgebiet / Bergisches Land* (1:70.000),

Diese thematisch passenden Bücher empfehle ich zur Vertiefung: 111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss* und Dortmund von oben – die schönsten Luftbilder der Stadt*

Koordinaten für GPS-Geräte und zur Tourenplanung

Geographische Koordinaten: 51°29’53.94″N, 7°25’14.31″E
Die Koordinaten können in das Eingabefeld beispielsweise von GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 390371 m, 5706424 m

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Quellen und weitere Informationen

Offizielle Internetseite: www.dasa-dortmund.de

Die Regenbogenbrücke in Dortmund – Ein leuchtender Übergang über die A40

Wer nachts über die A40 in Dortmund fährt, könnte kurz ins Staunen geraten: Eine schmale Fußgängerbrücke überspannt die Autobahn und leuchtet in bunten Farben. Die LED-Bänder entlang des Geländers tauchen die Konstruktion in ein regenbogenfarbenes Lichtspiel – daher ihr Beiname: die Regenbogenbrücke.

Diese Brücke ist jedoch mehr als ein optischer Hingucker. Sie verbindet den Campus der Technischen Universität Dortmund mit Dorstfeld und stellt damit eine wichtige Fuß- und Radwegeverbindung dar. Der offizielle Name des Weges lautet Herbert-Frommberger-Weg. Er führt von der Emil-Figge-Straße auf dem Uni-Gelände über die Autobahn bis zum Friedrich-Henkel-Weg an der DASA, einem der größten Arbeitswelt-Museen Deutschlands. Damit ist die Brücke nicht nur für Studierende und Universitätsangehörige von Bedeutung, sondern auch für Besuchende der DASA oder Spaziergänge zwischen Stadtvierteln.

Die Beleuchtung macht die Brücke besonders in den Abendstunden zu einem markanten Punkt in der Stadtlandschaft. Das Farbenspiel ist nicht nur schön anzusehen, sondern sorgt auch für eine bessere Sichtbarkeit und Orientierung. Ob als Weg zur Vorlesung, als abendlicher Fotospot oder einfach als Teil einer städtischen Entdeckungstour – die Regenbogenbrücke ist eine kleine, aber sehenswerte Landmarke in Dortmund.

Eine regenbogenfarbene Fußgängerbrücke bei Nacht mit einer Straßenlaterne.
Regenbogenbrücke über die A40 in Dortmund
Eine hell erleuchtete, regenbogenfarbene Fußgängerbrücke bei Nacht.

InformationInformationen zur Anreise finden Sie im Abschnitt zur DASA – Ausstellung Arbeitswelt.

Geographische Koordinaten: 51°29’50.20″N, 7°25’10.79″E
Die Koordinaten können in das Eingabefeld beispielsweise von GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 390300 m, 5706308 m

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.